Gestern war es dann ‚endlich‘ soweit, der erste richtige Testwettkampf auf dem Weg nach Roth stand auf dem Programm.
Nachdem ich bereits am Freitag im Kraichgau angekommen war, war der Samstag bestimmt vom Abholen der Startunterlagen, dem Einchecken des Rads und ein wenig Shopping auf der Triathlonmesse. Zudem hab ich noch etwas an der Befestigung meines Ersatzreifens geändert, nachdem sich dieser bei einer kurzen Testfahrt an der ersten Bodenwelle verabschiedete. Zum Glück passiert sowas immer im Training. ;)
Sonntag früh gings dann recht zeitig zum Hardtsee, um die Stimmung vor dem Wettkampf zu geniessen und nervös durch die Gegend laufen zu können. Ich liebe das einfach. :) Was es allerdings nicht gebraucht hätte war das Erlebnis, auf dem Weg zum Schwimmstart den (elektronischen) Autoschlüssel im Renn-Einteiler zu finden. Da der Klamottenbeutel schon abgegeben war und ich das Teil unmöglich mit auf die Schwimmstrecke nehmen konnte, blieb als einziger Ausweg der Radbeutel. Na hoffentlich geht der nicht verloren.
Danach hiess es, in den Neo zu schlüpfen, sich einzuschwimmen und mit einem freundlichen Tritt in den Magen von meinen Vordermann, der meinte, doch mal mit Brust-Beischlag zu starten gings los auf die 1,9km Schwimmstrecke. Nach einem relativ harmlosen Schwimmen (Schläge gibts ja immer) hatte ich nach 34:22min wieder Boden unter den Füssen. Jetzt schnell umziehen, aber dabei immer auf den blöden Schlüssel aufpassen. Hrmpf, das hat Zeit gekostet.
Egal, endlich rauf aufs Rad, die Kette aufs grosse Blatt und Druck! Nichts kann mich jetzt aufhalten. Nichts, bis vielleicht auf dieses Plasteteil, über das ich grad drübergerauscht bin. Zur Sicherheit hab ich kurz angehalten, aber dem Rad scheint nichts passiert zu sein. Ok, dann weiter, 90km Kraichgau-Hügel warten. Entgegen der Erwartungen macht das 82mm-Vorderrad keine grossen Probleme und lässt sich gut beherrschen, alles rollt perfekt. Nach ca. 30km hab ich Christoph eingesammelt, der 15min vor mir gestartet war. Dank seiner neongrünen CEP-Kompressionsstrümpfe ist er schon aus einiger Entfernung gut zu erkennen. Während der ganzen Fahrt gibts lecker Iso-Drink von High 5 und Gels, entsprechend dem vorher ausgearbeiteten Verpflegungsplan. Irgendwann schmeckt das zwar nicht mehr, aber da muss ich wohl durch. Es schadet jedenfalls nicht, das Essen bleibt zumindest da wo es hingehört und gibt genug Energie für die ganzen Hügel.
[Ende von Teil 1, Teil 2 gibts hier]